The Navi-Experience Part I
Wie bereits angekündigt liegt der Fokus der N95 8GB „Erkundung“ diese Woche auf der Navigation.
Ehrlich gesagt sind die Erwartungen nicht besonders groß, da ich aufgrund meiner bisherigen Erfahrungen mit Navis sowohl „echte“ – also fix eingebaute - sowie einer PDA-Variante mit deren individuellen Stärken und Schwächen vertraut bin und eine Handylösung schon vom Ansatz eher nicht das Optimum sein kann.
Die Vorbereitungen verliefen auch schon deutlich langsamer als erwartet, wobei ich allerdings einen Gutteil davon auf meine eigene Kappe nehmen muss, denn eigentlich brauchte ich ja nicht unbedingt das Kartenmaterial von ganz Europa auf das Mobile laden, um mich in NÖ und Wien zurecht zu finden.
Na, fast eineinhalb Stunden aus dem Netz und dann noch ewig lang auf´s Handy – was soll´s, wenn ich mir für mein aktuelles Navi neues Kartenmaterial bestelle dauert es mindestens 2 Tage und kostet ab € 129,- aufwärts.
Egal, nun ist es ja drauf.
Das Fixieren im Auto ging schon schneller, mit 2 Gummiringerln auf einer ausgedienten PDA-Halterung – sehr elegant. Aber es hielt und der GPS-Empfang ist ausgezeichnet, innerhalb weniger Sekunden war die eigene Position in Krems bestimmt, obwohl ich die letzte Probepositionsbestimmung im Büro in Wien vorgenommen und dann abgeschaltet habe, was schon so manch anderes Navi gehörig irritierte.
Mit dem Menü bis zum Starten der Navigation habe ich noch so meine Probleme, für meinen Geschmack ist es nicht wirklich logisch aufgebaut – da gibt es schon lange bessere Lösungen, man kann sich aber bestimmt daran gewöhnen.
Dem guten Rat Kitty´s folgend hatte ich mir schon vorher entsprechende Orientierungspunkte programmiert, was einerseits sehr mühsam ist, da es keine Listen, Einschränkungen oder Autovervollständigung für die Eingabe von Straßennamen und Orten gibt und diese noch dazu ganz genau, oft entgegen der üblichen Schreibweise eingegeben werden müssen. So gibt es zum Beispiel keine „Hütteldorferstraße“, dafür aber eine „Hütteldorfer Straße“, und das Tippen auf der Telefontastatur wird dann für größere Hände schon mühsam – hier besteht echter Verbesserungsbedarf, alle anderen mir bekannten Navis können das besser.Andererseits helfen Funktionen wie „in der Nähe suchen“, „GPS-Position“ oder eben auch die Liste „Letzte“ Ziel schnell Start und Zielpunkt festzulegen – auch das können nicht alle.
Was auf den ersten Blick als echtes Manko erscheint , ist die fehlende TMC-Funktion, die eigentlich seit ca. 2 Jahren zur Standardausstattung eines jeden Navis gehört und gerade beim N95 8GB kein Problem bei der Realisierung darstellen sollte, da es ja eigentlich mit allen dafür in Frage kommenden Empfangsmöglichkeiten ausgestattet ist. Allerdings weiß ich aus Erfahrung, dass Stauumfahrung nur selten hilft, einen Stau auch wirklich zu umfahren, da entweder der Hinweis zu spät kommt oder man sich auf der angebotenen Umfahrungsroute dahinquält, während der Verkehr auf der Autobahn bereits wieder flott dahin rollt. Dass dafür aber nicht ausschließlich die Navis und deren Software sondern auch die oftmals verspätete Mitteilung der Radiosender verantwortlich sind, ist klar. Nichts desto trotz sollte TMC oder ein ähnliches System vorhanden sein.
Wie es mir beim Fahren ergangen ist, gibt es bald zu lesen.

Comments
richtig, aber die Leberstraße muss man dann doch zusammenschreiben - dafür gibt es aber sicher auch eine Regel.
- Wilfried