The Navi-Experience Part II
Also kann es losgehen. Kartenmaterial habe ich ja das neueste, das GPS hat meine Startposition bestimmt, die Sprachführung ist aktiviert.
Hektisch suche ich nach erfolgter Zieleingabe die Option Navigation starten, die hatte ich ja schon einmal gefunden. Vergeblich, alles andere ausprobiert – aha, erst „Route anzeigen“ wählen und dann steht auch „Navigation starten“ zur Verfügung.
Weggefahren und auf erste Ansage gewartet, war da nicht was, klar Lautstärkeabsenkung am Autoradio gibt es ja nicht, also Radio leiser und Navi lauter – von einer Fummelei am Navi während der Fahrt ist aber dringend abzuraten.
Nun habe ich aber alles im Griff. Nach knapp drei Minuten fragt das System, ob es eine Internetverbindung aufbauen kann, ich bestätige, obwohl mir unklar ist, wofür das gut sein soll. Die neuesten Karten habe ich ja und so was wie TMC gibt es ja nicht. Dann kommt noch dreimal im Abstand von ca. 1 Minute der Hinweis, dass Gebühren anfallen werden. Dreimal bestätigt – eine andere Option gibt es auch gar nicht - und das dann ist Ruhe. Ob, zu welchem Zweck und wie lange ich tatsächlich online bin (war), kann ich nicht feststellen.
Trotz des für ein Navi relativ kleinen Displays kann man alle Infos leicht ablesen und sie informieren ausreichend über die relevanten Daten. Wie das bei hellem Sonnenschein sein wird, muss sich erst herausstellen.
Das Kartenmaterial ist wirklich gut und die Ansagen kommen zum richtigen Zeitpunkt, sind klar und gut verständlich. POI´s (Points of Interest) heißen hier Kategorien es gibt sie in großer Auswahl.
In bisher nicht gewohnter Geschwindigkeit wird bei Nichtbefolgung der vorgeschlagenen Route die Alternative neu berechnet und angezeigt. Das dauerte bei allen bisher von mir verwendeten Systemen eindeutig länger.
Eine interessante neue Anwendung ist mir dann beim Fahren auf der Autobahn eingefallen, nachdem mich wieder einmal ein netter Straßenkamerad geschnitten hat. Ich habe ja jetzt eine wirklich gute Kamera in Schussposition, sogar gute Videos sind möglich. Also hab ich das an einer roten Ampel ausprobiert und es hat super funktioniert. Bereits das erste Video zeigt einen Rotlichtfahrer (Linksabbieger). Jetzt brauch ich nur noch ein Programm, mit dem ich das Video um 90° drehen kann.
Aber mir fallen da auch noch andere Anwendungsmöglichkeiten als das Filmen von Verkehrsrowdies ein.
Auch die Verwendung des N95 8GB als Autotelefon via Bluetooth ist kein Problem. Der eingehende Anruf wird wie gewohnt im Display angezeigt, nach der Gesprächsannahme schaltet das Display wieder auf Navigation um – Sprachführung ist während des Telefonierens aber nicht möglich.
Wenn man jetzt noch bedenkt, dass man dieses Navi quasi immer bei sich hat, also auch als Fußgänger oder beim Sport immer seine eigene Position bestimmen kann, um sich zu orientieren oder den eigenen Standort weitergeben zu können, dann ist es doch wesentlich mehr als eine Spielerei. Wenn man die wenigen Abstriche dagegen hält bleibt auf der anderen Seite immer noch ein dickes Plus.
Mir gefällt es wirklich, bis Morgen
